20. Oktober 2019 / 21:08 Uhr

Die Rostock Seawolves schwächeln

Die Rostock Seawolves schwächeln

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Seawolves-Spieler Haris Hujic (l.) setzt sich gegen den Schalker Thomas Szewczyk durch.
Seawolves-Spieler Haris Hujic (l.) setzt sich gegen den Schalker Thomas Szewczyk durch. © Fotos (2): Gunnar Rosenow
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Die Rostock Seawolves kommen nicht in Tritt. Die Basketballer verloren ihr Heimspiel gegen den FC Schalke 04 mit 70:74. Für das Team von Trainer Milan Skobalj war es die vierte Niederlage im fünften Saisonspiel. 

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Martin Bogdanov wird angespielt. Der Kapitän der Rostock Seawolves zögert nicht lange und wirft von der Drei-Punkte-Linie. Der Ball tänzelt auf dem Korb, doch er fällt nicht hinein. Es war die letzte Szene des Spiels – und symptomatisch für das Spiel der Rostocker Basketballer. Die Seawolves zogen am Sonntag vor heimischer Kulisse gegen den FC Schalke 04 mit 70:74 (27:37) den Kürzeren. Nur ein Sieg aus fünf Spielen – enttäuschender hätte der Saisonstart für die ambitionierten Hansestädter nicht verlaufen können.

Jens Hakanowitz war nach der dritten Niederlage in Folge sichtlich enttäuscht. „Das Ergebnis ist extremst enttäuschend. Wir stehen aktuell ganz schlecht da“, meinte der Sportliche Leiter der Seawolves. Die defensive Leistung sei „in Teilen okay, aber 70 Punkte sind zu Hause viel zu wenig. Insofern haben wir verdient verloren“, fügte der Deutsch-Däne hinzu.

Diese zwölf Spieler bilden das Aufgebot des Basketball-Zweitligisten für die Saison 2019/20.

Tom Alte (l.) ist einer von nur fünf übrig gebliebenen Spielern - davon mit Filip Skobalj und Nicolas Buchholz zwei Nachwuchstalente -, die in der Vorsaison fest im Kader der Seawolves gestanden hatten. Zur Galerie
Tom Alte (l.) ist einer von nur fünf übrig gebliebenen Spielern - davon mit Filip Skobalj und Nicolas Buchholz zwei Nachwuchstalente -, die in der Vorsaison fest im Kader der Seawolves gestanden hatten. ©
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Trainer Milan Skobalj beschönigte ebenfalls nichts. „Wir haben ein Problem und müssen reagieren.“ Ins Detail ging er nicht.

Leichte Ballverluste, unpräzise Würfe – die Seawolves erwischten einen schlechten Start und gerieten schnell mit 0:9 ins Hintertreffen. Es dauerte gut drei Minuten, ehe ­Michael Jost den Ball zum ersten Mal im Korb versenkte. Auch in der Folgezeit leisteten sich die Hausherren etliche Fehlversuche. Skobalj reagierte, nahm eine Auszeit und brachte mit Bogdanov, Tom Alte und Mauricio Marin drei neue Leute. Doch der erwünschte Effekt blieb aus. Der Rückstand wurde größer (5:16).

Hakanowitz redete Klartext: „Die Körpersprache der Jungs war von Anfang an nicht so, wie man sich das vorstellt. Das war einer Mannschaft, die den Anspruch hat, in die Play-offs zu wollen, überhaupt nicht würdig.“ Ähnlich sah es Tom Alte: „Wir haben zu wenig Energie gezeigt.“

Nur phasenweise blitzte das Vermögen der Seawolves-Spieler auf. Zu Beginn des zweiten Viertels begeisterte beispielsweise Malik Pope das Publikum. Der 2,08 Meter große Amerikaner vollendete einen Pass von Bogdanov im Sprung mit der linken Hand – ein sogenannter Alley Oop.

Wenig später hatte Donte Nicholas seine stärkste Phase. Der 32-Jährige erzielte sechs Punkte in Folge zum 22:22. Wer von den 3020 Zuschauern in der Stadthalle glaubte, damit sei die Wende eingeläutet, sah sich getäuscht. Fortan übernahmen die Schalker wieder die Initia­tive und gingen mit einer 37:27-Führung in die Halbzeitpause.

Nach elf erfolgreichen Würfen von der Drei-Punkte-Marke brach Michael Jost den Bann. Die Seawolves kamen nun etwas besser ins Spiel und glichen zum 50:50 aus. Und es kam noch besser. Grant Sitton brachte die Hausherren mit zwei Dreiern zum 57:54 erstmals ins Führung. Beim 64:56 schien der zweite Saisonsieg greifbar nahe, doch danach schwächelten die Rostocker erneut. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und offensiv nicht gut gespielt“, räumte Tom Alte ein.

Kapitän Martin Bogdanov ist ungeachtet des Saison-Fehlstarts optimistisch: „Wir haben noch 27 Spiele. Wir müssen als Mannschaft weiter arbeiten“, sagte er. Bogdanov ist überzeugt. „Wir können auch sechs Spiele in Folge gewinnen.“ Voraussetzung dafür ist ein anderes Auftreten.

Seawolves: Sitton 7 Punkte, Bogdanov 12, Adams 1, Hujic 8, Buchholz, Nicholas 10, Pope 9Jost 10, Marin, F. Skobalj, Alte 1, Diouf 12.

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