04. August 2019 / 21:50 Uhr

Attraktive Nullnummer des FSV Luckenwalde zum Saisonstart (mit Video und Galerie)

Attraktive Nullnummer des FSV Luckenwalde zum Saisonstart (mit Video und Galerie)

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Antonin Hennig (FSV 63 Luckenwalde) wird von Jonas Ernst (am Boden) auf dem Weg zum Gästetor gestoppt.
Antonin Hennig (FSV 63 Luckenwalde) wird von Jonas Ernst (am Boden) auf dem Weg zum Gästetor gestoppt. © Frank Neßler
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NOFV-Oberliga Süd: Gastgeber FSV 63 Luckenwalde trennt sich zum Saisonstart in einer sehenswerten Partie torlos von Wacker Nordhausen II.

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Torlos sind die Luckenwalder Oberligafußballer am Sonntag in die Saison 2019/2020 gestartet. Vor 375 Zuschauern trennten sie sich von der zweiten Mannschaft des Regionalligisten Wacker Nordhausen im heimischen Seelenbinder-Stadion 0:0-unentschieden. Damit hat eine Serie weiter bestand. Die Luckenwalder Oberligafußballer hatten auch in der Vorsaison gegen die Wacker-Reserve aus Nordhausen nicht gewonnen.

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Trotz der zwei Nullen auf der Anzeigetafel nach den 90 Spielminuten war es eine attraktive Partie. Beide Teams hatten ihren Anteil daran. Dementsprechend zeigten sich die Trainer mit dem torlosen Remis zufrieden. „Wir haben für unsere Verhältnisse gut gespielt“, erklärte Wacker-Coach Philipp Seeland, „die Partie war ein erster Gradmesser, denn keiner weiß so genau, wo er nach der Sommerpause steht. Ich bin mit dem Punkt sehr glücklich.“

Auch Jan Kistenmacher, der Trainer der Luckenwalder Oberligafußballer, hob das Positive nach Spielschluss hervor. „Das Unentschieden geht völlig in Ordnung. Wir sind mit einem Punkt in die Saison gestartet und können jetzt nach vorne schauen“, sagte er.

In Bildern: Sehenswertes 0:0 zwischen dem FSV 63 Luckenwalde (blau-gelbe Spielkleidung) und Wacker Nordhausen II.

Sehenswertes 0:0 zwischen dem FSV 63 Luckenwalde (blau-gelbe Spielkleidung) und Wacker Nordhausen II. Zur Galerie
Sehenswertes 0:0 zwischen dem FSV 63 Luckenwalde (blau-gelbe Spielkleidung) und Wacker Nordhausen II. © Frank Neßler

Die erste Meisterschaftsbegegnung der Luckenwalder Oberligafußballer in der neuen Saison begann etwas verhalten. Sie war zunächst von Fehlern im Aufbauspiel geprägt. Lange Bälle fanden auf beiden Seiten nicht ihren Adressaten. Die erste Torszene gehörte den Luckenwaldern. Daniel Becker bediente in der 7. Minute den gestarteten Frank Rohde. Dessen Abschluss ging jedoch über das Tor. Auf der anderen Seite lenkte FSV-Keeper Konstantin Filatow einen gefährlichen Schuss noch an die Querlatte ab.


Nun waren beide Teams in der Partie, die merklich Fahrt aufnahm. In der 18. Minute verlor FSV-Neuzugang Lucas Vierling den Ball in der Vorwärtsbegegnung der Luckenwalder. Seine Mannschaftskollegen waren jedoch aufmerksam und verhinderten Schlimmeres. Nach einer Gästeecke stand wenig später Antonin Hennig als letzter Mann am Pfosten genau richtig. „Da hatten wir Glück“, kommentierte Kistenmacher diese Szene, „da hätten wir auch in Rückstand geraten können.“

Frank Rohde mit bester Chance der ersten Halbzeit

Becker prüfte nach gut einer halben Stunde die Sprintqualitäten des Wacker-Schlussmanns Josip Jokanovic. Der Luckenwalder fackelte nach Balleroberung nicht lange und zog fast von der Mittellinie aus ab. Der Ball hätte wohl auch sein Ziel erreicht, doch Jokanovic war schnell genug wieder zurück in seinem Tor. Die größte Chance der ersten Halbzeit hatte Frank Rohde in der 32. Minute. Nach guter Vorarbeit von Pascal Borowski auf der linken Seite kam der Ball ins Angriffszentrum. Dort traf Rohde ihn allerdings frei vor Schlussmann Jokanovic nicht richtig. Die Luckenwalder blieben in der Schlussphase der ersten Halbzeit am Drücker, doch weder Borowski, der den Ball nach einer Becker-Hereingabe zwar noch mit dem Kopf erwischte, aber das Leder am langen Pfosten vorbeistrich, oder Hennig, der Keeper Jokanovic aus spitzen Winkel anschoss, hatten das nötige Glück beim Abschluss.

Die ersten Minuten nach Wiederbeginn gehörten den Gästen. Ein Torschuss von Dino Medjedovic flog am langen Pfosten vorbei. Auf der anderen Seite hatte erneut Rohde einen Treffer auf dem Fuß, doch nach Balleroberung von Becker verfehlte der FSV-Neuzugang das Tor. Sein Ball ging weit drüber.

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Hypothetisch bleibt die Antwort auf die Frage, was passiert wäre, wenn Schiedsrichter Tom Channir aus Berlin Mitte der zweiten Halbzeit nicht auf Foul, sondern auf Vorteil entschieden hätte. Borowski wäre alleine auf Wacker-Torwart Jokanovic zugelaufen. Doch der Schiri-Pfiff bedeutete das Aus für den verheißungsvollen Angriff der Luckenwalder. Die Chance auf einen Treffer hatte auch der eingewechselte Nils Gottschick. Er bekam den Ball im Angriffszentrum serviert, doch konnte er ihn ebenfalls nicht versenken. Vierling und Koplin hatten sich zuvor glänzend über rechts durchgesetzt.

Die letzten Torraumszenen der Partie gehörten dann den Gästen. Ein Kopfball von Felix Schwerdt flog zunächst über das FSV-Gehäuse. Eine Wacker-Eckball-Arie in der Nachspielzeit blieb ebenfalls ohne Erfolg, weil sich die Luckenwalder Fußballer in jeden Schuss warfen und so einen möglichen Einschlag verhinderten.