10. Mai 2019 / 13:08 Uhr

Landespokal Brandenburg: Vor dem Finale drückt der Gegner Energie Cottbus noch die Daumen

Landespokal Brandenburg: Vor dem Finale drückt der Gegner Energie Cottbus noch die Daumen

Ronny Müller
Märkische Allgemeine Zeitung
Optik Rathenow (Kevin Adewumi, links) und der FC Energie Cottbus (Dimitar Rangelow) stecken im Abstiegskampf. Am Finaltag der Amateure kann zumindest eines der Teams die Saison mit einem Erfolg beenden.
Optik Rathenow (Kevin Adewumi, links) und der FC Energie Cottbus (Dimitar Rangelow) stecken im Abstiegskampf. Am Finaltag der Amateure kann zumindest eines der Teams die Saison mit einem Erfolg beenden. © imago images / Picture Point, Getty Images
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Die #GABFAF-Vorschau zum Finaltag der Amateure: Im Brandenburger AOK-Landespokal tritt der Drittligist Energie Cottbus als Favorit beim Regionalligisten Optik Rathenow an.

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Am 25. Mai 2019 ist der 4. Finaltag der Amateure. Die Sieger der Landespokal-Finals qualifizieren sich für den DFB-Pokal. Die ARD überträgt die meisten Spiele live, das #GABFAF-Team tickert den ganzen Tag für Euch. Schon jetzt blicken wir jeden Tag auf eines der Spiele voraus. Heute für Brandenburg: Optik Rathenow gegen Energie Cottbus.

Für Optik Rathenow und Energie Cottbus steht das Pokalfinale am 25. Mai (14.15 Uhr) noch im Hintergrund. Beide Vereine stecken mitten im Abstiegskampf. Drittliga-Aufsteiger Cottbus hat den Klassenerhalt im Heimspiel gegen den VfR Aalen und am letzten Spieltag bei Eintracht Braunschweig selbst in der Hand. Dank zweier Tore des 36-jährigen Dimitar Rangelow gewannen die Lausitzer zuletzt 2:1 beim KFC Uerdingen und sprangen erstmals seit Anfang Februar aus der Abstiegszone. Der Doppelpack brachte dem Bulgaren den Beinamen „Pizarro der Lausitz“ ein.

Finaltag der Amateure

Rathenow bleibt wohl nur drin, wenn Cottbus es auch schafft

Im Westhavelland drückt man den Cottbusern für ihre Mission Klassenerhalt beide Daumen. Seit September 2018 war Optik Rathenow Tabellenletzter der Regionalliga Nordost. Nur größte Optimisten glaubten noch an die Rettung. Durch drei Siege am Stück hat die Mannschaft von Trainer Ingo Kalisch nun Budissa Bautzen überholt und ist auf den vorletzten Platz gesprungen. Dieser würde zum Klassenerhalt reichen, wenn Carl Zeiss Jena und Cottbus die 3. Liga halten. „Wir wollen unsere Hausaufgaben machen und die Spiele ziehen, die wir in eigener Hand haben“, sagt Rathenows Kapitän Jerome Leroy. Steigt einer von beiden Drittligisten aus dem Gebiet des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes NOFV ab, erwischt es in der Regionalliga zwei Vereine. Drei sind es sogar, wenn Cottbus und Jena runterkommen. Dann bräuchten die Kicker aus der Stadt der Optik schon ein mittleres Wunder.

Weitere Partien

Trainer-Streit um den Austragungsort

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz und Ingo Kahlisch sind beide Fußballlehrer und gehören zu den meinungsstärksten Trainern in Brandenburg. Wollitz hatte vorgeschlagen, das Finale auf neutralem Boden in Luckenwalde – auf halbem Weg zwischen Cottbus und Rathenow – auszutragen. Kahlisch hatte das als „lächerlich“ bezeichnet. Während den Cottbusern bei einem erneuten Abstieg aus der 3. Liga der dauerhafte Abschied vom Profifußball droht, setzen die Rathenower traditionell auf Amateurfußball. „Arbeit, Schule, Studium“, nennt Kahlisch das Konzept gerne.

Auf dem Weg ins Endspiel haben die Cottbuser unter anderen den Regionalligisten Union Fürstenwalde ausgeschaltet (1:0). Rathenow hat sich immerhin gegen drei Oberligisten durchgesetzt. Brandenburg hat einen Drittligisten und drei Regionalligisten. Rathenow gegen Cottbus ist also eine der sportlich attraktivsten Paarungen.

Der offizielle Trailer: Das ist #GABFAF

Energie Cottbus muss gewinnen

Für Energie wäre es der dritte Pokalerfolg in Folge. Der Verein ist finanziell nicht auf Rosen gebettet und ist auf die Einnahmen aus dem DFB-Pokal angewiesen. Der Titel ist also Pflicht.

Im Rathenower Stadion Vogelgesang sorgten die beiden Landespokalsiege von 2013 und 2014 für Sternstunden in der Vereinsgeschichte. 2013 war in der ersten Runde des DFB-Pokals der damalige Zweitligist FSV Frankfurt zu Gast an der Havel und setzte sich erst in der Verlängerung mit 3:1 durch. Ein Jahr später unterlag die Kahlisch-Truppe dem Zweitligisten FC St. Pauli 1:3. Kurz vor dem 30-jährigen Dienstjubiläum von Ingo Kahlisch will ihm seiner Mannschaft sicher einen weiteren Landespokaltitel bescheren.

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