03. Oktober 2019 / 11:50 Uhr

Acht-Tore-Spektakel in Ilburg-Stadion des FC Eilenburg

Acht-Tore-Spektakel in Ilburg-Stadion des FC Eilenburg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Spektakel in Eilenburg: Mit 5:3 besiegt der FCE die zweite Mannschaft von Wacker Nordhausen. © Thomas Jentzsch
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Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten: Der FCE besiegt die zweite Garde von Wacker Nordhausen und erzielt dabei fünf Tore.

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Die Oberliga-Fußballer des FC Eilenburg haben sich aus der Minikrise geschossen und die Zuschauer am Mittwochabend mit einem 5:3-Torfestival gegen Wacker Nordhausen II verwöhnt. Beim Stand von 4:1 schien der Drops schon gelutscht, doch als die wackeren Thüringer plötzlich auf 4:3 verkürzten, wurde es noch einmal richtig spannend im Ilburg-Stadion. „Auf emotionaler Ebene denkst du schon, das Ding ist durch, aber als Trainer weißt du auch, dass alles passieren kann“, sagte Arvid Schröpfer, der die Mannschaft coachte, weil Cheftrainer Nico Knaubel mit der Landesauswahl unterwegs war.

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Der FC Eilenburg kann beruhigt in den Feiertag gehen: Gegen die Reserve aus Nordhausen gelang am 2. Oktober ein 5:3-Erfolg (3:1). Zur Galerie
Der FC Eilenburg kann beruhigt in den Feiertag gehen: Gegen die Reserve aus Nordhausen gelang am 2. Oktober ein 5:3-Erfolg (3:1). © Thomas Jentzsch

Schröpfer musste bei seiner Cheftrainerpremiere auf Kapitän Sebastian Heidel (krank) und die verletzten Andreas Naumann und Adam Fiedler verzichten. Umso glücklicher war er über das Spektakel mit Happy End. „Es ist natürlich ein wunderbares Gefühl, dass erste Spiel zu gewinnen. Die Jungs haben das toll gemacht“, so Schröpfer. Sonderlob bekam die erste Offensivreihe mit den Luis-Brüdern, Dennis Kummer und Tim Bunge, die immer wieder früh störten. Genau dieses zeitige Anlaufen war der Plan. „Im Spiel ohne Ball waren wir sehr diszipliniert“, schätzte der coachende Co-Trainer ein.

„Wir hatten genügend Chancen zum 5:1“

Für Nordhausen war es von vorn bis hinten ein gebrauchter Abend. Erst stand der Mannschaftsbus im Stau und kam mit deutlicher Verspätung an. Als sich die Eilenburger schon erwärmten war vom Gegner noch nichts zu sehen. Mit an Bord war u.a. Profi Lucas Scholl, Sohn des Ex-Bayern Stars Mehmet Scholl. Nordhausen war trotz der verkorksten Anreise schnell auf Betriebstemperatur – und Eilenburg merkte man den Willen auf Wiedergutmachung nach drei sieglosen Spielen in Folge an. Der gut aufgelegte Dennis Kummer setzte sich im Eins-Eins herrlich durch und erzielte schon nach acht Minuten die Führung. Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten, war aber besonders bitter, weil Florian Thomas im Tor zweimal hervorragend reagierte, beim dritten Nachsetzer aber chancenlos war: 1:1 (18.). Beide Teams spielten weiter mit offenem Visier, doch nur Eilenburg belohnte sich. Nach einem weiten Flankenball von Philipp Sauer nahm Emilio Luis die Kugel volley und vollendete zu seinem ersten Oberliga-Tor. Tim Bunge erhöhte erneut nach starker Sauer-Vorarbeit aus Nachdistanz auf 3:1. Wacker reagierte, wechselte mit Joy Lance Mickels einen weiteren Profi ein, der das Spiel deutlich beflügeln sollte.

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Doch zunächst jubelten die Eilenburger. Dennis Kummer erhöhte mit seinem zweiten Tor auf 4:1. Die Entscheidung? Denkste! Nordhausen gab nie auf, und verkürzte durch einen Doppelpack (Mickels/83. und Schwerdt/86.) auf 4:3. Plötzlich war wieder Spannung drin. Die drei Punkte wackelten und waren erst sicher unter Dach und Fach, als Benjamin Luis nach toller Vorarbeit von Funken in der Schlussminute einen Konter zum 5:3-Endstand in den Maschen versenkte. „Wir hatten genügend Chancen zum 5:1, doch als plötzlich der Anschlusstreffer fiel, haben wir gewackelt. In dieser Phase merkt man nach drei sieglosen Spielen dann doch eine gewisse Verunsicherung“, so Schröpfer. Nach der Durststrecke war der Sieg Balsam für die Seele und das Gemüt. Eilenburg geht jetzt in eine kleine Pause. In der Liga geht es erst am 18. Oktober in Bernburg weiter. Vorher steht am 12. Oktober noch das Pokalspiel bei Fortuna Chemnitz an. Sanny Stephan


FCE: Thomas – Vogel, Majetschak, Trogrlic, Sauer, Kummer (81. Bartlog), Vetterlein, Bär (46. Schmidt), Bunge, E. Luis (69. Funken), B. Luis