02. Januar 2020 / 08:07 Uhr

Abstiegskampf pur: Für Dynamo Dresden beginnt ein Schicksalsjahr

Abstiegskampf pur: Für Dynamo Dresden beginnt ein Schicksalsjahr

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Für Dynamo-Sportdirektor Ralf Minge stehen entscheidende Wochen und Monate bevor.
Für Dynamo-Sportdirektor Ralf Minge stehen entscheidende Wochen und Monate bevor. © Dennis Hetzschold
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Die SG Dynamo Dresden hat 2019 saisonübergreifend eines der schwächsten Jahre in der zweiten Liga hingelegt. Nun müssen die Schwarz-Gelben den Schalter umlegen, und zwar dringend. Trainingsauftakt für die Elf ist am Freitag

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Dresden. Wirtschaftlich mag auch das Jahr 2019 in Dynamo Dresdens Chefetage Wohlbehagen ausgelöst haben. Doch sind die Schwarz-Gelben nun mal in erster Linie ein Fußballverein. Und da zählen vor allem sportliche Ergebnisse, die sehr zu wünschen übrig ließen. Es war in dieser Hinsicht bislang das bei Weitem schwächste Jahr, das die Profis der Sportgemeinschaft saisonübergreifend in der 2. Fußball-Bundesliga absolviert haben.

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Von Januar bis Dezember erbeutete die SGD nur 30 Punkte, schoss 35 Tore und kassierte 55 Gegentreffer – damit ist sie klares Schlusslicht jener zwölf Mannschaften, die das volle Kalenderjahr im deutschen Fußball-Unterhaus verbracht haben. Bis auf 2012 (39 Zähler) waren für die Schwarz-Gelben bisher immer über 40 Punkte herausgesprungen. So waren es 2018 immerhin 43 Zähler bei 39:51 Toren.

DURCHKLICKEN: Das war das Dynamo-Jahr

<b>30. Januar 2019:</b> Ein wahres Torspektakel mit schlechtem Ende aus schwarz-gelber Sicht gibt es zum Auftakt der Restrückrunde. Dynamo Dresden verliert nach 3:1-Führung zur Halbzeitpause im Rudolf-Harbig-Stadion noch mit 3:4 gegen Arminia Bielefeld. Startelfdebütant Osman Atilgan, Brian Hamalainen und Moussa Koné sowie ein unglückliches Eigentor von Baris Atik sorgen für das zwischenzeitliche 3:1, bevor in Durchgang zwei Edmundsson, Klos und Börner das Spiel zugunsten der Gäste von der „Alm“ drehen. Zu allem Übel gibt es eine rote Karte für SGD-Kapitän Marco Hartmann, der dadurch beim Dresdner Gastspiel in Heidenheim gesperrt ist. Zur Galerie
30. Januar 2019: Ein wahres Torspektakel mit schlechtem Ende aus schwarz-gelber Sicht gibt es zum Auftakt der Restrückrunde. Dynamo Dresden verliert nach 3:1-Führung zur Halbzeitpause im Rudolf-Harbig-Stadion noch mit 3:4 gegen Arminia Bielefeld. Startelfdebütant Osman Atilgan, Brian Hamalainen und Moussa Koné sowie ein unglückliches Eigentor von Baris Atik sorgen für das zwischenzeitliche 3:1, bevor in Durchgang zwei Edmundsson, Klos und Börner das Spiel zugunsten der Gäste von der „Alm“ drehen. Zu allem Übel gibt es eine rote Karte für SGD-Kapitän Marco Hartmann, der dadurch beim Dresdner Gastspiel in Heidenheim gesperrt ist. ©

Trainingsauftakt am Freitag

Von einer solchen Bilanz sind die Dresdner diesmal meilenweit entfernt. Wollen sie auch in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 noch der 2. Bundesliga angehören, sollten sie in den 16 noch ausstehenden Spielen an die 30 Punkte holen – also durchschnittlich fast zwei pro Spiel, was eigentlich die Quote von absoluten Aufstiegskandidaten ist.

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Dieses nur unter großen Kraftanstrengungen lösbare Unternehmen beginnt am Freitag um 10 Uhr im Großen Garten mit dem Trainingsauftakt. Ob dann schon die eine oder andere mögliche Verstärkung an Bord sein wird, muss sich zeigen. Zumindest in der Gerüchteküche dafür gehandelt werden aktuell mehr als ein halbes Dutzend Kandidaten, offensiv wie defensiv.

Klar ist: Der Dynamo inklusive seiner Neuzugänge muss möglichst sofort ins Laufen kommen. Eine weitere Niederlagenserie wird man sich in diesem Schicksalsjahr, in dem man unbedingt den Abstieg in die 3. Liga verhindern will, nicht leisten können. Bis zum Rückrundenauftakt am 29. Januar gegen den Karlsruher SC, den Ex-Verein des neuen Trainers Markus Kauczinski, bleiben nicht einmal mehr vier Wochen. Misslingt das Unternehmen Klassenerhalt, drohen auch wirtschaftlich wieder schwierigere Zeiten.