11. September 2020 / 13:18 Uhr

4:3-Derbysieg: Vechelde nimmt nach der Pause Fahrt auf

4:3-Derbysieg: Vechelde nimmt nach der Pause Fahrt auf

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Zwar traf Groß Lafferdes Tim Paul (Mitte) in der Schlussminute, doch am Ende gewannen die Vechelder (von links Cedric Kunz und Fisnik Kajolli) das Bezirkspokal-Spiel mit 4:3.
Zwar traf Groß Lafferdes Tim Paul (Mitte) in der Schlussminute, doch am Ende gewannen die Vechelder (von links Cedric Kunz und Fisnik Kajolli) das Bezirkspokal-Spiel mit 4:3. © Foto: Ralf Büchler
Anzeige

Spannende Schlussminuten bekamen die Zuschauer des Bezirkspokal-Derbys zwischen Arminia Vechelde und Teutonia Groß Lafferde zu sehen. Doch letztlich war der Vorsprung der Vechelder zu groß, die Gäste konnten nur noch verkürzen und stehen nach zwei Spielen bei drei Punkten – ebenso wie die Arminia.

Anzeige

Torreich ging es im Derby zwischen Arminia Vechelde und Teutonia Groß Lafferde zu: Am Ende entschied die Arminia das Fußball-Bezirkspokal-Spiel mit 4:3 für sich. „Für die Zuschauer war es ein schönes Spiel, besonders die letzten Minuten waren aufregend“, erklärte Vecheldes Abteilungsleiter Marc Hölemann.

Arminia Vechelde – Teutonia Groß Lafferde 4:3 (1:1). „Zum Schluss haben wir es zwar unnötigerweise noch einmal spannend gemacht, aber insgesamt gesehen war der Sieg verdient – vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit“, resümierte Arminen-Obmann Marc Hölemann. Vor der Pause sei die Partie noch ausgeglichen verlaufen. „Mit leichten Vorteilen für die Lafferder, wobei sie aber keine zwingenden Chancen hatten.“ In den zweiten 45 Minuten habe sich seine Mannschaft jedoch deutlich gesteigert, lobte er. „Tempo, Einstellung, Zweikampfführung – das war ein ganz anderes Auftreten.“

Weitere Berichte aus dem Fußball-Bezirkspokal

Entsprechend erspielten sich die Vechelder auch ein Übergewicht, das sie zur zwischenzeitlichen 4:1-Führung nutzten (75.). „Und die war zu diesem Zeitpunkt auch verdient“, erklärte Hölemann. Die Partie schien entschieden zu sein, „doch ein dämlicher Treffer brachte Lafferde zurück ins Spiel“, berichtete Hölemann. Hinzu kam, dass Vecheldes Kai Kröhnert in der 86. Minute wegen eines taktischen Fouls Gelb-Rot erhielt – 180 Sekunden später stand Tim Paul genau richtig, verkürzte auf 3:4. Zu mehr reichte es für die Teutonen jedoch trotz aller Bemühungen nicht. „Schade, dass uns der Ausgleich nicht mehr gelungen ist, aber unterm Strich geht das Ergebnis in Ordnung“, gestand Lafferdes Trainer Oliver Hilger.

Dabei sei für sein Team eigentlich mehr möglich gewesen. „Aber wir haben uns in einigen Situationen nicht clever genug angestellt – und das wurde bestraft“, monierte er. „Außerdem haben ein paar taktische Abläufe nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.“ Trotzdem nahm Hilger die Niederlage gelassen. „Denn die Pokalspiele haben für mich lediglich Testcharakter.“

Arminia Vechelde: Tim Steinert – Jannis Bock, Cedrick Kunz, Onur Bacaksiz (65. Nick Schierding), Fisnik Kajolli (46. Marius Giesemann), Roman Wagner, Nico Grigoleit, Tim Depner, Kevin Maurach, Meikel Salomon (46. Nico Matejasik), Kai Kröhnert.

Teutonia Groß Lafferde: Felix Stark – Sebastian Staats (55. Alexander Staats), Lasgin Youssef, Roman Tigranyan, Julian Rode, Yannick Mücke (72. Luca Paul), Fabian Neumann (59. Lukas Adam), Kevin Harms, Tim Paul, Paul Burgdorf, Henrik Mücke.

Tore: 0:1 Kevin Harms (29.), 1:1, 2:1 Roman Wagner (35., 69./Strafstoß), 3:1, 4:1 Tim Depner (75., 81.), 4:2 Roman Tigranyan (82.), 4:3 Tim Paul (89.).

Drittes Derby innerhalb einer Woche: Lafferde erwartet Sonntag den VfB Peine

„Das wird spannend“, prognostiziert Lafferdes Coach Oliver Hilger, der am Sonntag mit seiner Elf im Wettbewerb um den Fußball-Bezirkspokal den noch ungeschlagenen VfB Peine erwartet – für beide Teams ist es das jeweils dritte Derby innerhalb einer Woche.

SV Teutonia Groß Lafferde – VfB Peine (Sonntag, 15 Uhr). „Da kommt eine schwere Aufgabe auf uns zu, denn die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass der VfB eine gute Truppe hat“, warnt Lafferdes Coach Oliver Hilger. Gleichwohl freut er sich auf die Partie, „da wir anschließend wissen, wo wir leistungsmäßig stehen“.

Zugleich möchte er die Begegnung dazu nutzen, „um erneut einiges auszuprobieren, schließlich sind wir noch in der Vorbereitung“. Entsprechend spiele das Ergebnis auch nur eine untergeordnete Rolle, konstatiert der Trainer. „Klar, gewinnen wollen wir schon, aber wichtiger ist, dass wir im Hinblick auf die Punktspiele wieder einen Schritt nach vorne machen“, erklärt Hilger, der jedoch optimistisch ist. „Wir sind auf einem guten Weg. Zwar machen wir noch Fehler, aber das gehört zum Lernprozess auch dazu.“