02. Juni 2020 / 22:27 Uhr

Heimniederlage durch späten Elfer: Hansa Rostock verliert den Anschluss

Heimniederlage durch späten Elfer: Hansa Rostock verliert den Anschluss

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Hier verwandelt Mannheims Arianit Ferati den entscheidenden Elmeter zum Siegtreffer gegen Hansa Rostocks Keeper Markus Kolke (r.).
Hier verwandelt Mannheims Arianit Ferati den entscheidenden Elmeter zum Siegtreffer gegen Hansa Rostocks Keeper Markus Kolke (r.). © LUTZ BONGARTS
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Nächster Rückschlag für die Härtel-Elf. Gegen Aufsteiger Waldhof Mannheim war Hansa Rostock in der Offensive viel zu harmlos.

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Rostock. Drei Tage nach dem enttäuschenden Auftakt in Zwickau (2:2) konnte es für Hansa Rostock im zweiten Spiel nach der Corona-Pause eigentlich nur besser werden – wurde es aber nicht, im Gegenteil. Trainer Jens Härtel ließ am Dienstagabend kräftig rotieren, der erhoffte Effekt stellte sich allerdings nicht ein: Gegen den SV Waldhof Mannheim kassierten die Rostocker im leeren Ostseestadion eine 0:1-(0:0)-Niederlage und haben den Anschluss an die Aufstiegsplätze damit vorerst verloren.

Härtel änderte seine Startelf im Vergleich zum Zwickau-Spiel auf gleich sechs Positionen. Während Breier erwartungsgemäß anstelle von Verhoek (Gelb-Rot-Sperre) stürmte und Sonnenberg nach abgebrummter Gelbsperre ins Abwehrzentrum zurückkehrte, musste Granatowski überraschend auf der Bank Platz nehmen. Der Mittelfeldmann war in Zwickau mit einem Treffer und einem Assist auffälligster Rostocker. Innenverteidiger Reinthaler rotierte von der Anfangself ganz raus.

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Knapp dreieinhalb Jahre nach dem letzten Geisterspiel im Januar 2017 (0:0 gegen Regensburg) ging im Ostseestadion wieder ein Ligaspiel ohne Zuschauer über die Bühne. Es war das insgesamt dritte nach der Geisterspiel-Premiere im Dezember 2011 im Zweitligaduell gegen Dresden (2:2) Klar, dass Hansa im dritten Anlauf endlich den ersten „Geistersieg“ wollte.

Für einen ersten Aufreger sorgte Startelf-Rückkehrer Pepic mit einem zu kurz geratenen Rückpass auf Torwart Kolke, der dann aber einen Schritt schneller am Ball war als der heranstürmende Koffi und den Ball ins Aus schlug (5.). Härtel hatte einen heißen Tanz erwartet, und beide Mannschaften schenkten sich zumindest nichts, wobei Torszenen im ersten Durchgang Seltenheitswert hatten.

Eindrücke vom Heimspiel des FC Hansa Rostock gegen Waldhof Mannheim:

Das Ostseestadion war zum Heimspiel gegen Waldhof Mannheim weiträumig abgesperrt

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Das Ostseestadion war zum Heimspiel gegen Waldhof Mannheim weiträumig abgesperrt . ©

Die bis dahin beste Möglichkeit hatte der agile Vollmann, der nach einem Konter aus 14 Metern abzog, das Mannheimer Tor aber verfehlte (15.). Drei Minuten danach vergab Scherff nach einer Nartey-Ecke und Kopfball-Verlängerung von Breier die erste Großchance, bekam aus kurzer Distanz aber nicht genügend Druck hinter den Ball.

Die Härtel-Elf musste gegen die auswärtsstärkste Mannschaft der Liga gewinnen, wenn sie den Kontakt nach oben nicht abreißen lassen wollte. Doch dafür waren die Aktionen der optisch überlegenen Gastgeber, die vor der Pause mehr Abschlüsse hatten als der Gegner (7:2),  nicht zwingend genug. Dafür wurde es in der Schlussphase der ersten Halbzeit auf der anderen Seite kreuzgefährlich, doch Kolke entschärfte den Versuch von Schultz (38.). Es war die bis dahin gefährlichste Aktion des Aufsteigers, der am Wochenende mit einer Heimniederlage in den Saisonendspurt gestartet war (1:2 gegen Uerdingen).

Eindrücke vom Heimspiel des FC Hansa Rostock gegen Waldhof Mannheim:

Das Ostseestadion war zum Heimspiel gegen Waldhof Mannheim weiträumig abgesperrt

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Das Ostseestadion war zum Heimspiel gegen Waldhof Mannheim weiträumig abgesperrt . ©

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte Pepic sein Team in Führung bringen können. Doch sein 14-Meter-Schuss nach Vorarbeit von Vollmann wurde abgefälscht und verfehle das Tor (47.). Es blieb bis auf Weiteres die einzig nennenswerte Aktion vor beiden Toren, das im ersten Durchgang noch hohe Tempo verflachte zusehends. Immerhin: In der 69. Minute versuchte es Breier mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, konnte Waldhof-Keeper Königsmann aber nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Auf der anderen Seite drosch Schuster den Ball übers Hansa-Tor ((72.).

Mit insgesamt vier Wechseln wollte Härtel noch mal neuen Schwung bringen, doch die Spielkontrolle hatten in der Schlussphase über weite Strecken die Gäste aus Baden-Württemberg, die nun keine gefährlichen Rostocker Aktionen mehr zuließen. Drei Minuten vor Abpfiff die Entscheidung: Bei einem Zweikampf mit Pepic kam Marx zu Fall – Schiedsrichter Burda entschied auf Elfmeter, den Ferati verwandelte.

FC Hansa Rostock: Kolke - Ahlschwede, Sonnenberg, Riedel, Butzen - Pepic, Bülow - Vollmann (70. Granatowski), Nartey (82. Opoku), Scherff (74. Neidhart) - Breier (74. Hanslik).
Tor: 0:1 Ferati (85./Foulelfmeter).

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