18. Oktober 2021 / 09:27 Uhr

26:26 beim EHV Aue: HC Elbflorenz verschenkt Punkt

26:26 beim EHV Aue: HC Elbflorenz verschenkt Punkt

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Sebastian Greß (l.) traf sechsfach gegen Aue, leistete sich am Ende aber auch zwei leichte Fehler.
Sebastian Greß (l.) traf sechsfach gegen Aue, leistete sich am Ende aber auch zwei leichte Fehler. © Frank Kruczynski
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Im Sachsenderby beim EHV Aue führen die Dresdner Zweitliga-Handballer bis kurz vor Schluss, doch den Gastgebern gelingt noch der Ausgleich zum 26:26.

Dresden. Während die Handballer des EHV Aue nach der Schluss-Sirene jubelnd im Kreis tanzten und sich von ihren Fans feiern ließen, schlichen die Männer des HC Elbflorenz eher enttäuscht und frustriert vom Feld. Dabei gab es in diesem Sachsenderby keinen Sieger, bekam jedes Team beim 26:26-Remis (11:13) einen Punkt gutgeschrieben. Doch nach dem Spielverlauf fühlte sich das Resulat für die Schützlinge von Trainer Rico Göde eher wie eine Niederlage an. Schließlich hatten die Gäste noch 16 Minuten vor dem Ende vor 1006 Zuschauern mit einer 21:16-Führung klar auf Siegkurs gelegen.

Aue-Trainer unzufrieden

Deshalb machte Rückraumspieler Mindaugas Dumcius nach der Partie deutlich: „Für uns ist das ein Punktverlust. Wenn man mit vier, fünf Toren führt, hat man die Entscheidung in eigener Hand. Vielleicht haben auch die Zuschauer der Auer Mannschaft ein wenig geholfen“, meinte der 26-Jährige mit Blick auf die Stimmung in der Halle. Trainer Rico Göde ärgerte sich ebenfalls über den aus seiner Sicht verschenkten Sieg: „Gegen Rostock haben wir die Endkampfgestaltung super hinbekommen, diesmal war das wieder ein Rückfall. Wir dürfen das einfach nicht so leichtfertig weggeben. Am Ende stellen wir uns einfach zu dämlich an, tappen in die Falle. Ein wenig fehlte mir zum Schluss auch der Killerinstinkt“, so der HCE-Coach.

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Den besseren Start erwischten zunächst die Gastgeber, die nach 15 Minuten und einem sehenswerten Konter des Ex-Dresdners Adrian Kammlodt mit 7:4 führten. Doch angeführt von Spielmacher Sebastian Greß und auf Grundlage einer guten Abwehrarbeit kämpften sich die Gäste Tor um Tor heran und verschafften sich bis zur Pause einen Zwei-Tore-Vorsprung. Aues Trainer Stefan Swat, der nach seiner schweren Corona-Erkrankung das Spiel seiner Mannschaft von der Tribüne aus beobachtet, monierte zur Halbzeit: „Ich bin überhaupt nicht zufrieden, weil wir nicht in die Emotionalität für ein Derby kommen. Wir müssen auch viel mehr Druck entwickeln.“

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Hektische Schlussphase

Das wurde zunächst auch noch nicht wirklich besser bei seinem Team, denn nach dem Seitenwechsel nahmen die Dresdner das Spielgeschehen in ihre Hand. Sie waren in dieser Phase spielerisch die bessere Mannschaft und erarbeiteten sich bis zur 41. Minute einen 19:15-Vorsprung. Nachdem die Hausherren wenig später aber ihre Abwehr umstellten und sie drei Tore in Folge erzielten, bekamen die Göde-Schützlinge zunehmend Probleme. Und die Auer Fans peitschten ihr Team bei der Aufholjagd lautstark nach vorn.

Mit dem 21:22 (50.) war der EHV auf ein Tor heran. Doch vor allem Mindaugas Dumcius sorgte in der hektischen Schlussphase mit drei Toren immer wieder dafür, dass der HCE sogar in der 57. Minute noch mit zwei Toren (26:24) vorn lag. Zwei leichte Fehler von Sebastian Greß aber spielten zum Schluss den Gastgebern in die Hände und Kapitän Kevin Roch traf drei Sekunden vor Ultimo zum Ausgleich.

Elbflorenz-Tore: Greß 6, Dumcius 4, Stavast 3, Zobel, Kretschmer, Jungemann je 2, Wucherpfennig 2/2, Emanuel, Dierberg, Schulz, Quade, Neuhold je 1.