21. April 2021 / 15:04 Uhr

20 Punkte von Theresa Simon reichen nicht zum Marburger Sieg

20 Punkte von Theresa Simon reichen nicht zum Marburger Sieg

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Theresa Simon war eine der auffälligsten Spielerinnen im Marburger Trikot.
Theresa Simon war eine der auffälligsten Spielerinnen im Marburger Trikot. © imago-images
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Wer wird Deutscher Meister im Damenbasketball. Die favorisierten Spielerinnen aus Keltern treffen auf das Überraschungsteam Osnabrück. Im Halbfinale trumpfte aber eine Spielerin auf, die auch schon in Göttingen für die flippo Baskets BG 74 auf dem Parkett gestanden hat.

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In der Damenbasketball-Bundesliga stehen die Finalisten fest. Auch im Halbfinale waren jeweils nur zwei Siege notwendig für den Einzug in die Endrunde. Die Rutronik Stars Keltern und das Überraschungsteam GiroLive Panthers Osnabrück stehen sich in den Spielen um die Deutsche Meisterschaft gegenüber. Das erste Aufeinandertreffen steht bereits am Mittwochabend auf dem Plan, am Freitag wird die zweite Partie im Modus „Best of Five“ gespielt. Das heißt, wer zuerst drei Spiele gewinnt, ist neuer Meister. Die Höhe der Siege ist dabei vollkommen irrelevant. Egal, ob nur mit einem Punkt nach Verlängerung oder mit 36 Punkten Vorsprung, wichtig ist allein der Sieg.

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Keltern hatte sich die vierte Finalteilnahme in Folge mit zwei Siegen gegen Marburg gesichert. Dreimal zogen die Rutronik Stars bisher den Kürzeren. Zweimal gegen Wasserburg (2016 und 2017) sowie gegen Herne (2019) war man nur zweiter Sieger. Das zweite Halbfinale gegen die Hessinnen startete mit einem Offensivspektakel, das man in einem Playoff-Spiel eher selten erlebt. 52 Punkte fielen im ersten Viertel (22:30) durch die Reuse. Bei Marburg waren es vor allem die deutschen Nationalspielerinnen Alexandra Wilke, Marie Berthold und Theresa Simon, die eine Saison auch Trikot der flippo Baskets BG 74 getragen hatte, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Simon machte wohl eines ihrer besten Spiele und erzielte starke 20 Punkte. „Ich weiß, was Theresa zu leisten imstande ist. Nicht umsonst habe ich mich bereits vor Jahren intensiv um sie bemüht – leider erfolglos“ so Rutronik-Coach Hergenröther. Da sich die Guards beider Teams weitestgehend neutralisierten, fiel die Entscheidung unter dem Korb.

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Nach dem knappen Auswärtssieg beim Herner TC gewann Osnabrück auch das zweite Treffen (66:62). Dass es angesichts der Personalsituation eng bis unmöglich würde die Finals zu erreichen, war absehbar. Dass das Herner Team es dennoch bis zur letzten Sekunde spannend machte, verdient eine eigene Medaillenkategorie, nicht nur die Möglichkeit gegen Marburg am Donnerstagabend (19 Uhr) um Bronze zu spielen. Angesichts der vielen Verletzten hatte Herne beantragt, die Entscheidung um Platz drei in einem Spiel auszutragen. Diesem Antrag wurde stattgegeben.