19. Oktober 2019 / 17:29 Uhr

1:1 im Spitzenspiel – RB Leipzig wird gegen den VfL Wolfsburg spät bestraft

1:1 im Spitzenspiel – RB Leipzig wird gegen den VfL Wolfsburg spät bestraft

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
LEIPZIG, GERMANY - OCTOBER 19: Maximilian Arnold of VfL Wolfsburg battles for possession with Marcel Sabitzer of RB Leipzig during the Bundesliga match between RB Leipzig and VfL Wolfsburg at Red Bull Arena on October 19, 2019 in Leipzig, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images
Wolfsburgs Maximilian Arnold kann die artistischer Ballannahme von RB Leipzigs Marcel Sabitzer nicht verhindern. © 2019 Getty Images
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RB Leipzig ist gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein 1:1 (0:0) hinausgekommen. Die Roten Bullen hatten über 90 Minuten mehr vom Spiel und gingen durch Timo Werner verdient in Führung. Erst kurz vor Schluss sorgte Wout Weghorst für den Ausgleich.

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Leipzig. RB Leipzig hat den nächsten Bundesliga-Sieg am Samstag denkbar knapp verpasst. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann zeigte gegen den VfL Wolfsburg über 90 Minuten die klarere Spielanlage und Nationalstürmer Timo Werner besorgte nach Vorarbeit von Torwart Peter Gulacsi in Halbzeit zwei die verdiente Führung. Doch Wout Weghorst traf in der Schlussphase noch zum Ausgleich.

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RB Leipzig - VfL Wolfsburg (1:1) Zur Galerie
RB Leipzig - VfL Wolfsburg (1:1) ©
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Nagelsmann verzichtet gegen die Wölfe etwas überraschend auf Mittelfeldstar Emil Forsberg. Neuzugang Christopher Nkunku bekommt den Vorzug. Außerdem ersetzt Marcelo Saracchi kurzfristig Marcel Halstenberg, der mit Rückenbeschwerden ausfällt.

Werner verpasst Führung und leidet

Die erste Torchance gehört den Roten Bullen. Auf links wird Saracchi bis zur Grundlinie geschickt. Der Uruguayer legt den Ball flach in den Rücken der Abwehr, wo sich Timo Werner mit einer geschickten Drehung gegen William durchsetzen kann. Der Abschluss des deutschen Nationalspielers gerät aber zu zentral und landet in den Armen von Wölfe-Keeper Pavao Pervan. Kurz darauf wird es für Werner auch noch schmerzhaft. Wolfsburgs Josuha Guilavogui sieht nach einem groben Foul am 23-Jährigen die gelbe Karte.

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(1) Peter Gulacsi: Bügelt Upamecanos Bock doppelt aus, assistiert vorm 1:0, rettet mehrfach, beim 1:1 chancenlos. Note: 1 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Bügelt Upamecanos Bock doppelt aus, assistiert vorm 1:0, rettet mehrfach, beim 1:1 chancenlos. Note: 1 ©

Es entwickelt sich das erwartete Spiel. RB hat viel Ballbesitz und kombiniert sich immer wieder mit viel Zug zum Tor in die gegnerische Hälfte. Wolfsburg setzt dagegen auf Pressing und aggressive Spielweise. Nach Werner erwischt es nun Yussuf Poulsen. Dem Dänen fährt Kevin Mbabu in die Parade, der dafür ebenfalls gelb sieht.

Knifflige Situationen für Deniz Aytekin

Für die erste brenzlige Situation im Bullenstrafraum sorgt Dayot Upamecano. Der Franzose spielt aus dem Halbfeld einen hohen Rückpass, den Peter Gulacsi im Strafraum nur mit der Hand abwehren kann. Nach einigen Diskussionen entscheidet Schiedsrichter Deniz Aytekin auf indirekten Freistoß kurz hinter dem Elfmeterpunkt. Die Wölfe tippen den Ball an, Maximilian Arnold zieht ab, aber Gulacsi steht goldrichtig und pariert.

Einzelkritik: So waren die VfL-Profis gegen RB Leipzig in Form

Pavao Pervan: Musste immer hellwach sein, weil Leipzigs Speed-Fußballer Poulsen, Werner und Sabitzer für viel Wirbel sorgen, richtig geprüft wurde er in der ersten Halbzeit aber nur einmal von Werner, sicher beim Versuch von Nkunku nach der Pause. Note:3 Zur Galerie
Pavao Pervan: Musste immer hellwach sein, weil Leipzigs Speed-Fußballer Poulsen, Werner und Sabitzer für viel Wirbel sorgen, richtig geprüft wurde er in der ersten Halbzeit aber nur einmal von Werner, sicher beim Versuch von Nkunku nach der Pause. Note:3 ©

Nach einer halben Stunde hat Wolfsburg die nächste ganz dicke Chance. William kommt nach einer Ecke von rechts mit dem Kopf an den Ball, setzt das Spielgerät aber auf das Tornetz. Glück für die Nagelsmann-Elf. Insgesamt haben die Roten Bullen deutlich mehr vom Spiel. Vor allem Marcel Sabitzer strotzt in der Offensive vor Spielfreude. Beim berühmten letzten Pass haben die VfL-Spieler jedoch immer wieder einen Fuß dazwischen.

Poulsen legt auf

Werner ist der Führung nach 35 Minuten am nächsten. In der rechten Strafraumhälfte spielt Poulsen einen klugen Kurzpass, den sein Sturmkollege aus der Drehung und vollem Lauf nicht aufs Tor bringt. Danach wird es auch für RB nochmal brenzlig: Joao Victor dribbelt sich durch den Strafraum, bleibt aber bei seinem Schussversuch hängen. Der Abpraller landet bei Josip Brekalo, der nicht lang fackelt, jedoch in Gulacsi seinen Meister findet. Beim Stand von 0:0 pfeift Aytekin zur Pause.

Beide Mannschaften kommen unverändert aus den Kabinen. Diesmal gelingt den Wölfen die erste Torannhäherung. Im Strafraum bekommt Topstürmer Wout Weghorst den Ball und setzt sich geschickt durch. Sein Schuss wird von Bullen-Kapitän Willi Orban noch leicht abgelenkt. Doch Gulacsi hält sicher. Auf der Gegenseite fasst sich Nkunku vom linken Strafraumeck ein Herz und prüft Pervan mit einem Aufsetzer.

Werner trifft

Kurz darauf ist der Österreicher dann aber machtlos. Gulacsi schlägt einen langen Ball in die Wolfsburger Hälfte und erreicht Timo Werner. Im Laufduell mit Mbabu hält Leipzigs Topstürmer stark dagegen, umkurvt den Keeper und schiebt lässig zur Führung ein. Den Roten Bullen verschafft der Treffer mehr Raum im Umschaltspiel. Nagelsmann bringt für die letzten 20 Minuten Emil Forsberg in die Partie. Auch Kevin Kampl kommt kurz darauf auf den Rasen. Der Mittelfeldspieler ersetzt nach überstandener Verletzung Konrad Laimer.

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Oliver Mintzlaff (Vorstandsvorsitzender RB Leipzig): „Wir haben nach der Führung aufgehört, Fußball zu spielen und haben uns um unsere Mühen gebracht. Jetzt muss da auch wieder Energie reinfließen, um die Mannschaft aufzubauen.“ Zur Galerie
Oliver Mintzlaff (Vorstandsvorsitzender RB Leipzig): „Wir haben nach der Führung aufgehört, Fußball zu spielen und haben uns um unsere Mühen gebracht. Jetzt muss da auch wieder Energie reinfließen, um die Mannschaft aufzubauen.“ ©

Die Einwechslung der beiden Routiniers gibt RB zunächst zusätzliche Sicherheit. Dennoch werfen die Wölfe nochmal alles rein. Gulacsi muss unter anderem gegen den eingewechselten Lukas Nmecha retten. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld verfehlt zudem Guilavoguis Kopfball den Leipziger Kasten nur knapp. Für ihre erste kleinere Schwächephase im Spiel werden die Roten Bullen dann aber doch bestraft. Weghorst ist bei einer flachen Hereingabe zuerst am Ball und drückt den Ball unter vollem Körpereinsatz über die Linie. Viel fällt den beiden Teams danach nicht mehr ein. Es bleibt bei der für Leipzig etwas unglücklichen Punkteteilung.

RBL: Gulacis – Klostermann, Upamecano, Orban, Saracchi, Sabitzer, Demme, Laimer (75. Kevin Kampl), Nkunku (69. Forsberg), Werner (86. Cunha.), Poulsen

VfL: Pervan – William, Bruma, Brekalo (74 Nmecha), Weghorst, Roussillon (68. Steffen), Mbabu, Guilavogui, Arnold, Tisserand, Joao Victor (87. Klaus)

Tore: 1:0 Werner (54.) 1:1 Weghorst (82.)

Zuschauer: 39.182

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